Turm- und Wanderfalken, Eulen

Jäger am Tag und in der Nacht

Wanderfalkenpaar am Magdeburger Dom. Foto: B. Schäfer
Wanderfalkenpaar am Magdeburger Dom. Foto: B. Schäfer

Wanderfalken und Turmfalken

 

Wanderfalken waren durch den Einsatz des Insektizids DDT weltweit vom Aussterben bedroht. Die Schalen der Eier wurden so dünn, dass sie beim Brüten zerbrachen. Nach dem Verbot des DDT Anfang der 1970er Jahre und der Nachzucht von Wanderfalken in Gefangenschaft  mit anschließender Auswilderung, sowie dem Schutz der Brutplätze und der Schaffung zusätzlicher Brutmöglichkeiten  konnten sich die Bestände langsam erholen. So kehrten die Wanderfalken auch nach Magdeburg zurück und 2011 konnte hier die erste erfolgreiche Brut nachgewiesen werden. Seit einigen Jahren sind 5 Brutplätze besetzt,  die durch unsere Mitglieder  ganzjährig  betreut werden.

 

Viel häufiger kann man in Magdeburg den kleineren Turmfalken sehen – auch im Stadtzentrum. Von unseren Mitgliedern werden im Rahmen eines langjährigen Projekts  alljährlich die Bruten und der Bruterfolg erfasst und kartiert. Neben der Gewinnung wichtiger Daten zur zeitlichen und räumlichen Bestandsentwicklung können so auch bedrohte Nistmöglichkeiten erkannt und gesichert werden und gegebenenfalls Neue angeboten werden.

 


Waldkauz. Foto: NABU/Peter Kühn
Waldkauz. Foto: NABU/Peter Kühn

Das Nistkastenprojekt für Eulen

 

Unsere häufigsten Eulenarten, Waldkauz und Waldohreule, haben es in der Stadt nicht leicht.

 

Der Waldkauz findet immer weniger alte Bäume mit geeigneten Nisthöhlen. Hier wurde mit dem Anbringen einer größeren Zahl von künstlichen Nisthöhlen aus Holzbeton im gesamten Stadtgebiet geholfen. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Magdeburg.

 

Die Waldohreule braucht im Winter geeignete "Schlafbäume". Hier verdösen sie gemeinschaftlich in kleinen Gruppen den Tag. Solche Bäume werden erfasst, und es wird versucht, sie vor versehentlichem Fällen zu schützen. Eulenschutz bedeutet auch Baumschutz.